Projektbericht über die Firma Steingrobe
25.01.2010 13:29
Eine Gemeinschaftsarbeit mit Kooperationspartner Gunter Laute (Laute + Partner)
Das Geomarketing ein professionelles Analyseinstrument für den lokalen Fachhändler sein kann, zeigt uns das Ochtruper Unternehmen
Steingrobe. Der erfolgreiche Motoristenbetrieb feiert im Jahr 2010
sein 25-jähriges Bestehen. Zusammen mit der Münsteraner
Unternehmensberatung Laute + Partner wurde ein Vertriebskonzept zur
Neukundengewinnung ausgearbeitet und gemeinsam umgesetzt.
Zusammen
mit seinen zwei Söhnen führt der Inhaber Heinrich Steingrobe sein
Geschäft.
Die
durchschnittlich 7500 Reparaturen pro Jahr zeigen den ausgeprägten
Servicegedanken - Steingrobe ist Problemlöser für Gartenbesitzer.
In
diesem Jahr
feiert
der Betrieb sein 25-jähriges Bestehen und für diesen Anlass soll
das Marketing professionalisiert werden. Zusammen mit dem
Beratungsunternehmen Laute + Partner und Beloch & Franzbach
Geomarketing wurde dies in die Tat umgesetzt.
Mit
einer Verkaufsfläche von 100m² legte Heinrich Steingrobe zusammen
mit seiner Frau 1985 den Grundstein für das erfolgreiche
Unternehmen. Bereits zu Beginn lag der Fokus auf Markenfabrikate und
einem schnellen und zuverlässigen Reparaturservice.
Immer
mehr private, gewerbliche und kommunale Kunden vertrauten dem
zuverlässigen Service der Firma Steingrobe. Der Geschäftserfolg
ermutigte Heinrich Steingrobe zu Expansion:
1992
erfolgte der Neubau des heutigen Betriebs mit einer professionellen
Werkstatt und 2000m² Verkaufsfläche.
Im
Jahr 2001 bzw. 2003 verstärkten die beiden Söhne, Jörg und Timo
Steingrobe das Unternehmen. Die beiden Landmaschinenmechanikermeister
brachten das richtige Rüstzeug mit, um das Unternehmen weiter
wachsen zu lassen. Konsequenterweise wurde 2004 eine Filiale im
naheliegenden Rheine eröffnet. Timo Steingrobe präsentiert seinen
Kunden ein umfassendes Angebot an Neugeräten.
Heinrich
Steingrobe sieht sein Unternehmen auch für die Zukunft gut gerüstet,
„dennoch gibt es in unserer Region noch Potenzial, das angegangen
werden muss“, weiß der älteste Sohn Jörg Steingrobe.
Im
Jubiläumsjahr soll mit einer Vertrieboffensive die systematische
Neukundengewinnung angetrieben werden.
Zusammen
mit Gunther Laute vom Beratungsunternehmen Laute + Partner wurde ein
Konzept zur Neukundengewinnung erarbeitet.
Die
richtigen
Kunden in das Geschäft holen
Ein
häufig missachteter Grundsatz, der zu hohen Streuverlusten führen
kann. Das Werbebudget sollte möglichst Zielgerichtet eingesetzt
werden und möglichst nur die wirklich interessanten Zielgruppen
ansprechen. Aber was sind die „richtigen“ Kunden für Steingrobe?
Ein
wichtigster Anhaltspunkt liegt in der Betrachtung der Kunden die
bereits in der Vergangenheit bei Steingrobe gekauft haben. Welche
Kriterien haben Sie erfüllt?- Gartengröße,
Einkommens-verhältnisse, Haushaltsgröße, gewerbliche oder
kommunale Kunden….
Die
Kunden von Steingrobe lassen sich für den privaten Bereich
folgendermaßen beschreiben:
- Kunden die Wert auf Qualität und Service legen
- Kunden mit entsprechender Kaufkraft
- wohnhaft in 1/2 Familienhaus, Doppel- oder Reihenhaus
- in der Regel Mehrpersonenhaushalte
- (und natürlich) ein eigener Garten
Um
diese Analyse systematisch aufzubereiten, wurde die Kundendatenbank
der Firma Steingrobe auf eine elektronisch erstellte Landkarte
gebracht.
Die
Verortung der bestehenden Kunden sorgte für Erstaunen bei
Steingrobe, die tatsächliche Geschäftsreichweite lag weit über den
Erwartungen. Ein Vorteil der digitalen Landkarten liegt in der
Berechnung von Fahrtzeitzonen. Damit können unterschiedliche Radien
um den Geschäftsstandort gezogen werden die sich nicht an der Km-
Entfernung orientieren, sondern an dem tatsächlichen Fahraufwand.
Gerade der ist für Kunden entscheidend!

Wie
findet
man die richtigen Kunden?
Die
Bestandskunden sind analysiert, genauso wie das tatsächliche
Einzugsgebiet. Steingrobe weiß nun also, welche Fahrtzeiten von
Kunden akzeptiert werden. Die Frage die sich dann logischerweise
stellt ist:
Wie
groß ist das Neukundenpotenzial in diesen Orten?
Natürlich
können nicht alle Kriterien der Bestandskunden 1 zu 1 auf
potenzielle Kunden übertragen werden. Es ist aber möglich, den
„Wunschkunden“ ziemlich genau abzubilden.
Durch
Laute + Partner wurde die Anzahl der Haushalte pro Ort mit folgenden
Eigenschaften ermittelt:
- Zwei- und Mehrpersonenhaushalte
- Kaufkraft mindestens überdurchschnittlich
- wohnhaft in 1/2 Familienhaus, Mehrfamilienhaus, Reihen bzw. Doppelhaus und Bauernhaus
- eigener Garten
Diese
Informationen über die potenziellen Kunden wurden von Laute +
Partner auf eine digitale Landkarte gebracht, um die Anzahl der
potenziellen mit den Bestandskunden zu vergleichen. Durch diesen
Abgleich erkennt man auf einen Blick, in welchen Orten und Städten
noch ungenutztes Potenzial schlummert.
Um
diese zu verdeutlichen ein kurzen Beispiel:
|
Ort
|
Bestandskunden
|
Potenzielle
Kunden
|
Ausschöpfungsgrad
|
|
A
|
800
|
1000
|
80%
|
|
B
|
100
|
2500
|
4%
|
|
C
|
300
|
500
|
60%
|

Die
Landkarte zeigt Steingrobe, wo großes Potenzial brach liegt, aber
auch in welchen Orten die Ausschöpfung schon weit fortgeschritten
ist. Die Schlussfolgerung dieser Analyse fasst Gunter Laute zusammen:
„In
Gebieten mit einem hohen Ausschöpfungsgrad ist es schwieriger die
letzten Prozentpunkte zu erreichen. Man sollte sich eher auf die Orte
konzentrieren, in denen es noch Luft nach oben gibt.“
Übrigens
sind bei der geografischen Auswertung die wichtigsten Wettbewerber
mit in die Landkarte eingeflossen, um die Attraktivität bestimmter
Gegenden besser bewerten zu können.
50%
bei der Werbung sind immer rausgeworfen, man weiß aber nicht,
welche Hälfte das ist!
Diesem
Zitat von Henry Ford kann mit einer fundierten Analyse
entgegengewirkt werden, denn Streuverluste und die damit verbundenen
Werbeausgaben können mit Geomarketing deutlich reduziert werden.
Denn
eine wichtige Erkenntnis des Vertriebskonzepts für Steingrobe ist,
dass Direktmarketing in Verbindung mit einem hochwertigen Katalog an
die richtigen
Kunden die optimale Werbemaßnahme darstellt. Für die persönlichen
Mailings wurden Adressen gemietet, die für einen bestimmten Zeitraum
beliebig oft für Marketingaktionen genutzt werden dürfen.
Auch
für das persönliche Anschreiben gilt: Der erste Eindruck zählt! –
Der Schwerpunkt im Mailing liegt bei der Firma Steingrobe im Bereich
Service und hochwertige Markenprodukte.
Aber
Vorsicht: Der Wurm soll dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!
Für
das Steingrobe- Mailing wurde der Kundennutzen in den Mittelpunkt
gestellt.
Also
nicht der innovative Rasenmäher sondern der saftig grüne Rasen.
„Das
persönliche Anschreiben an potenzielle- und Bestandskunden werden
wir in 2010 noch intensiver nutzen. Im Jubiläumsjahr ist dies eine
ideale Ergänzung um unsere Aktionen und Events zu bewerben“, sagt
Jörg Steingrobe.
Übrigens
wurde für die gewerblichen Kunden ein anderes Vertriebskonzept
erarbeitet. Hier muss anders vorgegangen werden, als im
Privatkundengeschäft.
Optimistisch
ins neue Jahr
Die
Firma Steingrobe blickt optimistisch ins neue Jahr- das Potenzial vor
der Haustür kann systematisch angegangen werden. Besonders die
Geomarketing-Analyse hat Eindruck hinterlassen.
„Unser
tatsächliches Einzugsgebiet in Verbindung mit dem noch vorhandenen
Potenzial hat uns alle verblüfft- wir können nun viel sinnvoller
mit unserem Werbebudget umgehen.“, so Heinrich Steingrobe